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Wurstsalat: Zutaten, Herkunft und regionale Varianten 

15. September 2026
Ob bayerischer Wurstsalat, Wurstsalat mit Käse oder die schwäbische Variante: Entdecken Sie Zutaten, Herkunft und Tipps zum Selbermachen. Jetzt lesen!

Wurst, Zwiebeln und eine würzige Essig-Öl-Marinade: Für einen klassischen Wurstsalat braucht es nur wenige Zutaten. Trotzdem schmeckt er je nach Region deutlich anders. Mal kommt Käse hinzu, mal Schwarzwurst, mal wird die Wurst in Scheiben statt in Streifen geschnitten. Was macht einen Wurstsalat aus, woher stammt das Gericht und wie gelingt er zu Hause? 

Was ist Wurstsalat? 

Wurstsalat ist ein kalt serviertes Gericht aus geschnittener Wurst, die mit Zwiebeln und einer säuerlichen Marinade angemacht wird. Meist werden Brühwürste wie Lyoner, Gelbwurst oder Regensburger verwendet. Gewürzgurken, Radieschen und frische Kräuter können hinzukommen. Anders als Fleischsalat enthält klassischer Wurstsalat keine Mayonnaise, sondern ein Dressing aus Essig und Öl. 

Informieren Sie sich in weiteren Beiträgen darüber, was genau Wurst eigentlich ist und lesen Sie alles über die verschiedenen Wurstsorten

Woher kommt Wurstsalat? 

Ein genauer Erfinder oder ein eindeutiges Entstehungsjahr sind nicht überliefert. Sicher jedoch ist: Der Wurstsalat gehört seit Langem zur traditionellen Küche Süddeutschlands, des Elsass, der Schweiz und Österreichs. Dort wird er häufig als Brotzeit, Vesper oder Jause serviert, nicht zuletzt wegen seiner einfachen Zubereitung: Die Wurst muss nicht erhitzt werden, das Gericht lässt sich vorbereiten und nach dem Durchziehen direkt servieren. Beliebt ist Wurstsalat deshalb nicht nur in Gasthäusern und Biergärten, sondern auch als schnelles Abendessen, für ein Picknick oder eine herzhafte Mahlzeit an warmen Tagen. 

Was ist in Wurstsalat enthalten? 

Die Basis besteht meist aus: 

  • Lyoner, Fleischwurst, Gelbwurst, Stadtwurst oder Regensburger 
  • rohen Zwiebeln 
  • Essig und neutralem Pflanzenöl 
  • Salz und Pfeffer 

Je nach Rezept kommen hinzu: 

  • Gewürzgurken 
  • Gurkenwasser 
  • Senf 
  • Schnittlauch 
  • Petersilie 
  • eine kleine Prise Zucker 

Die Marinade darf zunächst durchaus kräftig schmecken, denn die Wurst nimmt beim Durchziehen einen Teil der Würze auf. 

Tipp: Schneiden Sie Wurst, Zwiebeln und weitere Zutaten möglichst gleichmäßig. So verteilt sich das Dressing besser und der Salat lässt sich angenehmer essen. 

Welche regionalen Varianten gibt es? 

Bayerischer Wurstsalat 

Bayerischer Wurstsalat wird traditionell schlicht zubereitet. Typisch sind Regensburger oder Stadtwurst in dünnen Scheiben, Zwiebelringe sowie eine Marinade aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer. Je nach Rezept kommen Gewürzgurken, Radieschen oder Kräuter hinzu. 

Wurstsalat mit Käse 

Wird Wurstsalat mit Käse zubereitet, ist häufig vom Schweizer, Straßburger oder Elsässer Wurstsalat die Rede. Meist sind feine Streifen Emmentaler oder Bergkäse enthalten. Der Käse macht den Salat kräftiger und sättigender, Essig und Gurken sorgen für einen säuerlichen Ausgleich. 

Schwäbischer Wurstsalat 

Schwäbischer Wurstsalat enthält neben Lyoner traditionell Schwarzwurst, also eine Blutwurstsorte. Je nach regionalem Rezept kann zusätzlich Käse hinzukommen. Die Kombination aus milder Brühwurst und würziger Schwarzwurst gibt dieser Variante ihren charakteristischen Geschmack. 

Auch in Österreich und der Schweiz gibt es eigene Formen. In Österreich heißen vergleichbare Gerichte je nach Region etwa Saure Wurst oder Essigwurst, in der Schweiz wird häufig Cervelat verwendet. 

Wurstsalat selber machen: So geht‘s 

Für etwa vier Portionen schneiden Sie 500 Gramm Lyoner oder Fleischwurst in feine Streifen oder Scheiben. Geben Sie eine dünn geschnittene Zwiebel und nach Geschmack einige Gewürzgurken hinzu. 

Verrühren Sie anschließend vier Esslöffel Essig mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser oder Gurkenwasser, einem Teelöffel Senf, Salz, Pfeffer und einer kleinen Prise Zucker. Geben Sie zuletzt drei Esslöffel neutrales Öl hinzu und vermischen Sie das Dressing gründlich mit den übrigen Zutaten. 

Lassen Sie den Wurstsalat abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen, besser etwa ein bis zwei Stunden. Vor dem Servieren sollten Sie ihn noch einmal abschmecken. Dazu passen Bauernbrot, Brezeln oder Bratkartoffeln. 

Fazit: Wenige Zutaten, viele Varianten 

Wurstsalat ist schnell gemacht, unkompliziert vorzubereiten und regional ausgesprochen vielseitig. Während bayerischer Wurstsalat meist puristisch bleibt, bringt Wurstsalat mit Käse eine zusätzliche herzhafte Note auf den Teller. Schwäbischer Wurstsalat hebt sich durch Schwarzwurst von anderen Varianten ab. Welches Rezept das richtige für Sie ist, hängt daher vor allem davon ab, welche regionale Tradition und welche Zutaten Sie bevorzugen. 

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