Ob in der Pfanne gebraten, gedämpft oder in Suppe serviert: Asiatische Teigtaschen sind weltweit beliebt. Besonders häufig tauchen dabei die Bezeichnungen Mandu und Gyoza auf. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Mandu und Gyoza?
Viele Menschen halten beide Varianten für identisch, da sie sich optisch ähneln und oft mit Fleisch gefüllt sind. Tatsächlich stammen sie jedoch aus unterschiedlichen Küchen und unterscheiden sich in Zutaten, Zubereitung und Geschmack. In diesem Artikel erfahren Sie, was Mandu und Gyoza jeweils auszeichnet und wie Sie beide auseinanderhalten können.
Herkunft: Korea vs. Japan
Mandu und Gyoza unterscheiden sich zunächst in ihrer Herkunft:
- Mandu stammen aus der koreanischen Küche.
- Gyoza sind eine Spezialität aus Japan.
Beide Gerichte haben jedoch gemeinsame Wurzeln. Historisch gehen sie auf chinesische Teigtaschen zurück, sogenannte Jiaozi. Über Handelswege und kulturellen Austausch verbreitete sich das Konzept gefüllter Teigtaschen in Ostasien und wurde in der Folge in verschiedenen Ländern weiterentwickelt.
Heute sind sowohl Mandu als auch Gyoza fester Bestandteil der jeweiligen Landesküche und werden auf unterschiedliche Weise zubereitet.

Mandu
Die koreanischen Teigtaschen Mandu können sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage auf den Tisch kommen. Typische Varianten sind:
- Gun Mandu – in der Pfanne gebraten
- Jjin Mandu – gedämpft
- Mul Mandu – gekocht, ähnlich wie kleine Dumplings
- Mandu-Guk – Mandu in einer Suppe
Die Füllung kann sehr unterschiedlich sein, enthält meist aber Hackfleisch, oft vom Schwein oder Rind. Beigegeben wird häufig:
- Tofu
- Glasnudeln
- Gemüse wie Chinakohl oder Frühlingszwiebeln
- Knoblauch und Ingwer
Diese Zutaten zusammen ergeben eine aromatische, oft saftige Füllung mit viel Biss.
Gyoza
Gyoza sind die japanische Variante der asiatischen Teigtasche. Sie sind meist etwas kleiner und haben eine deutlich dünnere Teighülle als Mandu. Typisch für Gyoza ist eine bestimmte Zubereitungstechnik: Sie werden zunächst in der Pfanne angebraten und anschließend kurz gedämpft. Dadurch entsteht ein charakteristischer Kontrast von unten knusprig und oben weich und saftig.
Die klassische Gyoza-Füllung besteht häufig aus:
- Schweinehackfleisch
- fein gehacktem Weißkohl
- Knoblauch
- Ingwer
- Frühlingszwiebeln
Serviert werden Gyoza meist mit einem Dip aus Sojasauce, Reisessig und manchmal Chiliöl.
Der Kohl in der Gyoza-Füllung wird häufig leicht gesalzen und ausgedrückt. So verliert er Wasser und die Füllung wird nicht zu feucht.
Mandu und Gyoza: Die Unterschiede im Überblick
Zwar ähneln sich Mandu und Gyoza auf den ersten Blick, sie unterscheiden sich aber in mehreren Punkten. Die folgende Tabelle fasst für Sie alle Unterschiede zusammen
| Merkmal | Mandu | Gyoza |
| Herkunft | Korea | Japan |
| Größe | oft größer | meist kleiner |
| Teig | etwas dicker | sehr dünn |
| Zubereitung | gedämpft, gekocht oder gebraten | meist gebraten und gedämpft |
| Füllung | vielfältig, oft mit Tofu oder Glasnudeln | meist Schweinehack und Kohl |
Der Unterschied zwischen Mandu und Gyoza besteht also vor allem in der Füllung, der Teigstärke und der typischen Zubereitungsweise.
Enthalten Mandu und Gyoza immer Fleisch?
Die meisten Rezepte sowohl für Mandu als auch Gyoza enthalten Fleisch. Schließlich sorgt es für eine saftige Konsistenz, ein intensives Aroma und eine gute Bindung der Füllung. Besonders häufig wird Schweinehack verwendet, manchmal auch eine Mischung aus Schwein und Rind.
Je nach Rezept können Sie die Fleischfüllung durch Gemüse oder Tofu ergänzen. Zudem gibt es rein vegetarische Varianten.
Achten Sie grundsätzlich darauf, dass die Teigtaschen vollständig durchgegart sind, bevor Sie sie essen– besonders wenn Sie sie mit Hackfleisch gefüllt haben.
Fazit: Mandu und Gyoza sind ähnlich, aber nicht gleich
Der Unterschied zwischen Mandu und Gyoza liegt vor allem in ihrer Herkunft, Zubereitung und Füllung. Mandu stammen aus Korea und sind besonders vielseitig, während Gyoza aus Japan kommen und meist knusprig angebraten werden.
Beide Teigtaschen zeigen, wie unterschiedlich sich eine kulinarische Idee entwickeln kann und sind eine interessante Möglichkeit, Fleisch in einer handlichen Form zu genießen.